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Die besten Schacheröffnungen für 1200 Elo und welche Tricks nicht mehr ziehen

Was zwischen 1200 und 1500 auf chess.com mit Weiß und Schwarz am besten punktet und welche Tricks von weiter unten auf deinem Niveau nicht mehr ziehen.

Die Schottische Partie, 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4. Zwischen 1200 und 1500 holt Weiß damit 54,6 %, drei Punkte über dem Schnitt aller Weißpartien.

Zwischen 1200 und 1500 auf chess.com schneidet für Weiß die Schottische Partie (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4) am besten ab, mit 54,6 %, dicht gefolgt von Damengambit und Wiener Partie. Gegen 1.e4 holt Schwarz die besten Ergebnisse mit Französisch, Caro-Kann und Skandinavisch, gegen 1.d4 mit Benoni (1.d4 c5). Manche Tricks, die um 1000 noch sitzen, ziehen hier schon schlechter, und weiter unten siehst du, welche.

Welche Schacheröffnungen schneiden bei 1200 am besten ab?

Die Punktausbeute zählt Siege plus die Hälfte der Remis für die Seite, die die Eröffnung spielt. Weiß kommt auf diesem Niveau im Schnitt auf 51,6 % und Schwarz auf 48,4 %.

SeiteEröffnungErste ZügeAusbeuteSchnitt für diese Seite
WeißSchottische Partie1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d454,6 %51,6 %
WeißDamengambit1.d4 d5 2.c453,8 %51,6 %
WeißWiener Partie1.e4 e5 2.Sc353,7 %51,6 %
SchwarzFranzösische Verteidigung1.e4 e649,9 %48,4 %
SchwarzCaro-Kann1.e4 c649,9 %48,4 %
SchwarzBenoni1.d4 c549,9 %48,4 %

Was solltest du mit Weiß spielen?

Hier hat 1.d4 die Nase vorn, 52,3 % zu 51,2 %, und das Damengambit hat großen Anteil daran. Weiß spielt es in mehr als einem Drittel der Partien nach 1.d4 d5, und es holt 53,8 %. Das Londoner System liegt mit 52,8 % etwas dahinter.

Nach 1.e4 e5 wird Italienisch immer noch am meisten gespielt, aber drei andere Varianten punkten besser.

Nach 1.e4 e5Erste ZügeHäufigkeitAusbeute für Weiß
Schottische Partie2.Sf3 Sc6 3.d410 %54,6 %
Wiener Partie2.Sc36 %53,7 %
Spanische Partie2.Sf3 Sc6 3.Lb57 %53,0 %
Italienische Partie2.Sf3 Sc6 3.Lc419 %51,8 %

Wenn du gern angreifst, schau dir die Wiener Partie an. Der Springer geht nach c3 statt nach f3, und so bleibt der f-Bauer frei für f4. Im Schnellschach holt sie auf diesem Niveau 56,2 %, mehr als jede andere Variante in diesem Artikel.

Die Wiener Partie

1.e4 e5 2.Sc3 Sf6. Weiß entwickelt den Damenspringer und hat f2-f4 noch in der Hinterhand. Zwischen 1200 und 1500 holt Weiß damit 53,7 %.

Was solltest du mit Schwarz gegen 1.e4 spielen?

Französisch (1...e6), Caro-Kann (1...c6) oder Skandinavisch (1...d5), du hast die Wahl. Alle drei bringen Schwarz bis auf ein Haar an 50 % heran, damit ist der Anzugsvorteil von Weiß so gut wie ausgeglichen. 1...e5 holt 47,5 %.

Gegen 1.e4Erster ZugHäufigkeitAusbeute für Schwarz
Französische Verteidigung1...e611 %49,9 %
Caro-Kann1...c69 %49,9 %
Skandinavische Verteidigung1...d512 %49,8 %
Sizilianische Verteidigung1...c517 %49,4 %
Offene Partie1...e537 %47,5 %

Magst du scharfe Stellungen, ist Sizilianisch weiterhin eine gute Wahl. Es ist hier inzwischen die zweithäufigste Antwort und liegt nur eine Spur hinter Französisch und Caro-Kann.

Die Skandinavische Verteidigung

1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 3.Sc3. Die Dame wird angegriffen und muss noch einmal ziehen, danach kommen die schwarzen Figuren aber leicht raus. Auf diesem Niveau holt Schwarz damit 49,8 %.

Was solltest du mit Schwarz gegen 1.d4 spielen?

Benoni (1...c5) holt 49,9 %. 1...Sf6 kommt auf 48,3 %, und das ist der Zug, den du lernen solltest, wenn du eine Antwort willst, die dich auch dann noch trägt, wenn du stärker wirst. Die meisten spielen immer noch 1...d5, und das holt immer noch am wenigsten, 46,6 %.

Gegen 1.d4Erster ZugHäufigkeitAusbeute für Schwarz
Benoni1...c54 %49,9 %
Englund-Gambit1...e57 %49,8 %
Indische Aufbauten1...Sf615 %48,3 %
Geschlossene Partie1...d543 %46,6 %

Benoni

1.d4 c5 2.d5. Schwarz greift das Zentrum sofort von der Seite an und bekommt eine unausgeglichene Partie. Zwischen 1200 und 1500 holt Schwarz damit 49,9 %.

Welche Eröffnungen funktionieren um 1200 nicht mehr?

Das offensichtlichste Beispiel ist der frühe Damenausfall. Unter 800 kommt in 5 % der Partien nach 1.e4 e5 der Zug 2.Dh5 aufs Brett. Hier sind es weniger als 1 %. Inzwischen weiß fast jeder, wie man dagegen spielt, also lassen es die Leute.

Mit dem Königsgambit (1.e4 e5 2.f4) geht es in dieselbe Richtung. Angenommen holt es für Weiß unter 800 54,6 % und hier 53,0 %, und über 1500 fällt es auf 50,6 %, unter den Schnitt für Weiß. Bei Schwarz geht das Englund-Gambit denselben Weg, von 50,6 % bei 1000 über 49,8 % hier bis 48,6 % über 1800.

Auch Caro-Kann verliert etwas, von 50,8 % unter 800 auf 49,9 % hier. Der Unterschied ist, dass es bis ganz nach oben über dem Schnitt für Schwarz bleibt, du musst es später also nicht ersetzen.

Ist die Wiener Partie im Schnellschach besser?

Ja. Sie holt im Blitz 53,1 % und im Schnellschach 56,2 %, denn dort hast du Zeit, f4 vorzubereiten und den Angriff auch wirklich durchzuziehen. Der Schottischen Partie ist die Uhr ziemlich egal, sie bleibt im Bullet, Blitz und Schnellschach bei etwa 54 % bis 55 %.

Woher kommen diese Zahlen?

Aus fast 2 Millionen gewerteten Online-Partien vom Oktober 2026, entnommen aus einer öffentlichen Partiedatenbank. Die Wertungen wurden mit einem veröffentlichten Wertungsvergleich auf chess.com umgerechnet, und eine Partie zählt nur, wenn beide Spieler zwischen 1200 und 1500 lagen. Partien gegen den Computer und abgebrochene Partien sind nicht dabei.

Die Ausbeute einer Eröffnung hängt auch davon ab, wer sie spielt. Wer schärfere Varianten wählt, ist oft etwas stärker als seine Wertung, also nimm einen Unterschied von einem Punkt als Rauschen. Jede Variante kannst du selbst in der Partiedatenbank von chess.com nachschauen, nach Wertung gefiltert.

Spielst du Wiener Partie oder Caro-Kann schon eine Weile, zeigen dir die Statistiken von Chesslord, ob sie bei dir so punkten wie bei allen anderen um 1200, mit Weiß und mit Schwarz.

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